Likedeeler Schule

Anerkannte Tagesbildungsstätte

Wir sind eine im niedersächsischen Schulgesetz verankerte Form der Beschulung. Bei uns werden Schüler*innen mit einer geistigen Behinderung unterrichtet.

Wie arbeitet die Likedeeler Schule? – Kooperation als Weg zur Inklusion

Die Likedeeler Schule ist eine Schule unter vielen Dächern. Unsere fünf Grundstufen und sechs Mittel- und Hauptstufen arbeiten mit sieben verschiedenen Regelschulen im Grundschul- und Sekundarbereich im Landkreis Verden zusammen. Die drei Abschlussstufen werden eigenständig zentral in Verden beschult.

Wir betrachten das gemeinsame Lernen in Form von Kooperation als den idealen Weg hin zum zentralen Ziel der Inklusion. Es ist bei uns daher schon seit Mitte der 90er-Jahre im pädagogischen Alltag fest verankert.

Die Kooperation mit den Partnerschulen hat seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert und wird von allen Beteiligten gefördert und geschätzt.

Was bedeutet Kooperation für uns?

Schulische Kooperation ist für uns das gemeinsame Leben, Spielen, Lernen und Arbeiten von behinderten und nicht behinderten Schüler*innen im Rahmen von Schulleben und Unterricht.

Uns ist wichtig, dass die Schüler*innen dabei ihre Stärken und Schwächen erkennen und dass sie Toleranz, Verantwortung und Hilfsbereitschaft üben. Diese Erfahrungen prägen alle Kinder ihr Leben lang.

Ausgangspunkt der Arbeit ist das einzelne Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten. Zu den Unterrichtsinhalten gehören, neben den klassischen Schulfächern, die Förderung lebenspraktischer Kompetenzen wie zum Beispiel Einkaufen oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Wie sieht die Praxis aus?

Eine Klasse der Likedeeler Schule besteht in der Regel aus acht Schüler*innen, die von zwei Pädagog*innen sowie Unterstützungskräften unterrichtet und gefördert werden. Zusätzlich sind therapeutische Fachkräfte im Bereich Sprache und Bewegung tätig.

In der Zusammenarbeit schaffen wir sowohl für die Schüler*innen als auch für die Pädagog*innen gemeinsame Erfahrungsräume, in denen voneinander und miteinander gelernt wird. Auch autistische und schwer mehrfach behinderte Schüler*innen werden dabei mit einbezogen.

Was „brauchen“ wir dazu?

In der Pädagogik der Likedeeler Schule spielt die Unterstützte Kommunikation eine zentrale Rolle. Gelungene Kommunikation bedeutet Zugang zur Welt. Bedürfnisse und Wünsche äußern zu können, Einfluss zu nehmen, sich zu orientieren und an allen Bereichen des Lebens teilhaben zu können ist ein Menschenrecht.

Unterschiedliche therapeutische Angebote, wie zum Beispiel Sprachtherapie, Psychomotorik oder therapeutisches Reiten unterstützen den Unterricht einiger Schüler*innen. Die Teilhabe des behinderten Schülers am Leben in der Gemeinschaft bei weitgehender Selbstständigkeit ist die Leitidee der Förderung.

Was kommt danach? – Wie die Abschlussstufe auf das Erwachsenenleben vorbereitet

In der Abschlussstufe werden die Schüler*innen auf das Leben als Erwachsene vorbereitet. Es geht dann unter anderem darum, umsetzbare Ideen und Vorstellungen für ein selbstbestimmtes Leben und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Förderung von Schlüsselkompetenzen und die Themen Beruf, Wohnen und Erwachsenwerden stehen daher im Mittelpunkt des Unterrichts. Damit der nicht zu trocken wird, kooperieren die Abschlussstufen intensiv unter anderem mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung, mit der Agentur für Arbeit und dem Bildungswerk Niedersächsischer Wirtschaft.Die Schüler*innen sollen in diese Phase so viele praktische Erfahrungen wie möglich sammeln und unterschiedliche Arbeitsabläufe und betriebliche Anforderungen kennenlernen.


Jeder soll seinen Platz mitten in unserer Gesellschaft finden.

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