Neuigkeiten

Hier finden Sie aktuelle Meldungen der Lebenshilfe im Landkreis Verden.

Aktuelle Neuigkeiten

„Magische Tage“ und Medaillenregen in Berlin Treppchen des Fünfkampfs bei den Special-Olympics fest in „Likedeeler“ Hand

Das Team der Likedeeler-Schule bei den Spicial Olympics in Berlin

Das Team der Likedeeler-Schule bei den Spicial Olympics in Berlin

Verden ist die Stadt der Olympiasieger! Damit war nun wirklich im Vorfeld nicht zu rechnen. Bei den Nationalen Spielen der Special Olympics gab es für die Likedeeler Schüler der Lebenshilfe Verden gleich den kompletten Medaillensatz. Die Goldmedaillen gewannen Lisa-Marie Bork und Maurice Haefke, Silber ging an Emilia Kelle und Florian Bork und schließlich gewann Eda Senci noch eine Bronzemedaille und Laura Beermann wurde stolze Vierte. Viel erfolgreicher hätten die Spiele aus sportlicher Sicht kaum laufen können. (mehr …)

Rocknacht der Lebenshilfe Verden ein voller Erfolg

Freaks Dynamite

700 Besucher feierten im Verdener Stadion

Zum Jubiläum gingen die offenen Hilfen der Lebenshilfe Verden erstmal einen neuen Weg und wechselten aus dem JUZ Verden ins Stadion Verden. „Wir wollten unseren Gästen in der Corona-Zeit maximal möglichen Schutz bieten, den wir am besten auf dem weitläufigen Gelände im Stadion und mit einem offenen Festzelt gewährleisten konnten. Nach zwei Jahren wollten wir es nicht nochmals ausfallen lassen und zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wieder laut werden und ein Zeichen setzen“, so Oliver Geweke, Geschäftsbereichsleitung Offene Hilfen. Das Leitthema des Protesttages ist Barrierefreiheit und hier insbesondere das Thema „Leichte Sprache“ in Anträge und Informationen von Behörden,“ erklärt Geweke weiter. Und ein deutliches und lautes Zeichen war es dann auch. Den Einheizer machte wie gewohnt die inklusive Rockband der Lebenshilfe Verden „Hau Drauf“. In der Umbaupause sorgte denn Iffy Fish dafür, dass die Stimmung nicht abflaute bis dann der Headliner Freaks Dynamite aus Bremen die Tanzfläche füllten. Freaks Dynamite sprühten nur so voller Spielfreude und Energie. Dies übertrug sich auch direkt auf das Publikum und machte das Konzert zu einem unvergessenen Erlebnis für Publikum und Band. Dabei waren die Bremer nur extrem kurzfristig für Kapelle Petra eingesprungen, die Corona-bedingt am gleichen Tag absagen musste. Ein mindestens ebenbürtiger Ersatz, denn Jeanette Atherton dank bester Kontakte organisieren konnte. Den Abschluss der Livebands bildeten dann Floyd Unlimited, einer der besten Pink Floyd Cover Bands, die es aber nach so viel Tanzbaren und Energiegeladenem mit den Klassikern schwer hatten. Abgerundet wurde das Programm danach von DJ Finsh, bei dem noch mal richtig abgetanzt werden konnte. „Ich bin so froh, dass sich das Wagnis, erstmals ein Open-Air-Festival zu starten gelohnt hat“, sagte geschafft aber sehr erleichtert Julian Tamke, Mitarbeiter der offenen Hilfen und Organisator des Abends. Und das Wagnis hatte sich wahrlich gelohnt. Nur zufriedene und glückliche Gesichter sah man auf dem Festival, zu dem schätzungsweise 700 Besucher gekommen waren. Auch Marco Habich von den offenen Hilfen war überglücklich: „Es ist toll zu sehen, wie viele Menschen hier mit und ohne Behinderung gemeinsam feiern. Inklusion, wie sie besser nicht gelebt werden kann. Das ist ein starkes Zeichen, gerade in der heutigen Zeit!“ So wundert es auch nicht, dass viele Besucher fragten, ob die Lebenshilfe im Landkreis Verden jetzt jedes Jahr ein Open-Air als Zeichen der Sichtbarmachung von Teilhabe-Barrieren veranstalten wird. Wünschenswert ist es nach dieser gelungenen Jubiläumsveranstaltung auf jeden Fall!

„Unsere Handicap-Puppe Paul“

Aus unserem Leitsatz „Es ist normal verscheiden zu sein!“ entstand in der Integrations-Krippe des Kinderhaus Eitze, einer Einrichtung der Lebenshilfe im Landkreis Verden e.V., der Wunsch nach einer Handicap-Puppe. Krippenkinder sollten die Möglichkeit bekommen, im Rollenspiel eine Puppe mit Handicap zu erleben und damit spielerisch umzugehen. Die Krippenkinder sehen im Alltag des integrativen Kinderhauses verschiedene Handicaps und Beeinträchtigungen. Sie beobachten, dass es Unterschiede zwischen den Menschen gibt, z.B. spricht jemand nicht, sondern teilt sich mit Gebärden mit, jemand trägt eine Brille, ein Augenpflaster oder einige Kinder können nicht wie andere laufen. Wir wollten ihnen mit einer Handicap-Puppe die Möglichkeit bieten, solche Alltagssituationen im Rollenspiel nachzuempfinden. Die Suche nach einer personalisierten Puppe begann. Eine Puppen-Designerin wurde mit Nicole Sarripapazidis von „Nicolettas Handicap Dolls“ gefunden. Der gemeinnützige Verein „Hafensänger & Puffmusiker e.V.“ erklärte sich spontan bereit, das Projekt zu finanzieren. Gemeinsam mit Nicole Sarripapazidis entwickelte das Team um Tina Rex ein Konzept für „Handicap-Lernpuppen“. Ein wesentliches Element der Lernpuppe war die Beteiligung der Krippenkinder an der „Geburt“ der Puppe. So stimmten die Kinder der Integrationsgruppe „Pusteblumen“ anhand von Metacombildern über folgende Items ab: Junge-Mädchen, Haarfarbe, Augenfarbe, Brille (ja/nein), Name der Puppe. Am Ende hieß die Puppe Paul, war folglich ein Junge, hatte braune Haare, grüne Augen und eine Brille. Die 5 Handicaps wurden von der Projektleiterin Tina Rex so ausgewählt, dass sie die häufigsten Handicaps im direkten Umfeld repräsentieren. Durch die partizipative Entwicklung der Handicap-Puppe wurde sie von der Integrationsgruppe „Pusteblumen“ sofort ins Herz geschlossen und ist ein fest integriertes „Mitglied“ der Gruppe. Auf diese Art und Weise lernen diese Kinder spielerisch die selbstverständliche Akzeptanz von Menschen mit Handicap. Inklusion wird von Anfang spielerisch erlebt und ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist vertraut.
Projektleiterin Tina Rex: „Kinder lernen durch die Handicap-Puppe, dass jeder Mensch einzigartig und wertvoll ist. Sie erleben, dass Vielfalt etwas Selbstverständliches ist und unser Zusammenleben bereichert. Mit Paul erleben die Kinder Inklusion von Anfang an!“
Paul hat folgende Handicaps: der linke Arm fehlt und er trägt eine Armprothese, er hat einen Herzfehler mit Narbe, er trägt eine Brille mit Augenpflaster, er hat eine PEG-Magensonde und er sitzt im Rollstuhl.
Teammitglieder im Kinderhaus Eitze: Gruppenleitung Saskia Wicknig, Integrations- und Förderkraft Tina Rex, ErzieherIn Anna-Lena Schäfer und Julian Penczek. Einrichtungsleitung Krippe: Sara Fischer

 

 

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