Starke und sanfte Co-Therapeuten / Therapeutische Unterstützung mit dem und durch das Pferd hat viele Dimensionen

Sprichwörter rund um das Pferd gibt es bekanntlich einige: Auf ihrem Rücken soll das Glück liegen, sie sollen ein Spiegel für uns selbst sein und ihre Fähigkeiten scheinen beinahe so vielfältig wie die Persönlichkeiten dieser tierischen Co-Therapeuten.

Woher kommt es, dass man Pferden all diese Eigenschaften zuschreibt?

Es kommt aus der Natur des Pferdes und aus einem scheinbaren Widerspruch. Pferde sind, trotz ihrer Stärke und Kraft sehr soziale Wesen, die ihrem gegenüber unmittelbar „Rückmelden“ und für die die „Gruppe“ das Maß aller Dinge ist. Hat man als Mensch einmal ihr Vertrauen gewonnen, so spüren diese Tiere viel mehr, als dem Menschen möglich ist.

Wie kann man sich diese Eigenschaften therapeutisch zu Nutze machen?

Auf sehr vielfältige und unterschiedliche Weise. Pferde geben unaufgefordert Wärme und Vertrauen, der Kontakt mit ihnen erfolgt individuell. So lernen die Kinder und Jugendlichen in der Therapie langsam eine vertrauensvolle Beziehung zum Partner Pferd aufzubauen. Dazu gehört selbstverständlich auch eine altersgerechte Vermittlung der Bedürfnisse des Pferdes. Wie will es „wohnen“ (Haltungsformen), was will es Essen (Fütterung) und was will es in seiner Freizeit tun? Was kann der Mensch tun, damit sich ein Pferd wohlfühlt und geritten werden kann? Deshalb ist auch die Vorbereitung zum Reiten (Striegeln; Hufe säubern und alles weitere) selbstverständlicher Bestandteil des Angebots, wobei jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und unter fachlicher Anleitung hilft.

Auf dem Pferderücken werden dann motorische und soziale Kompetenzen geschult. In spielerischen Übungen und in einer für Mensch und Pferd angenehmen Umgebung werden dann motorische, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten gefördert. Der Kontakt mit dem Pferd erfolgt direkt und unverstellt. Eine vertrauensvolle Beziehung zum Partner Pferd stärkt das Selbstbewusstsein und bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Die Bewegung auf und mit dem Pferd stärkt das Körpergefühl und die (körperliche Selbst-)Wahrnehmung.

Die Bereiche, bei denen eine Form der pferdegestützten Therapie vielversprechend  eingesetzt werden kann, sind vielfältig.

  • Entwicklungsverzögerungen im sprachlichen, sozial-emotionalen, kognitiven oder neurologischen Bereich
  • Epilepsie
  • Querschnittslähmung oder Halbseitenlähmung sowie weitere Formen neurologischer Schädigungen
  • Down-Syndrom
  • Ängste und ihre Überwindung

So ist es naheliegend, dass auch eine große Zahl von Kindern aller Einrichtungen der Lebenshilfe dieses Therapieangebot nutzt. Neben den sichtbaren Fortschritten sind auch der Spaß und die Freude an der Therapie unverkennbar.

Doch manchmal sagen Bilder einfach so viel mehr als Worte:

  • freude_auf_dem_pferd
  • kuscheln_mit_pferd
  • reiten_3
  • reiten_thedinghausen_1
  • reiten_thedinghausen_2

Da wir alle Formen der pferdegestützten Therapie ausschließlich spendenfinanziert anbieten können, möchten wir dies gern als „Dauerspenden-Projekt“ einrichten. Viele Menschen, die Pferden in ihrem Leben begegnet sind, werden wissen, was das für ein Gefühl ist. Ein Patient beschreibt es so: „Manchmal tragen die Pferde scheinbar das Gewicht deiner Welt auf dem Rücken und doch lächeln sie unmittelbar und ehrlich in dein Herz“.

Helfen Sie uns, damit dieses besondere Lächeln noch vielen unserer Kunden zu Teil werden kann.

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Kreissparkasse Verden
Verwendungszweck: reiten