Kita am Lahof - Eine Punktlandung

Artikel ist erschienen in den Verdener Nachrichten vom 17.11.2017

Bis kurz vor dem Eröffnungstermin mussten die Mitarbeiter bangen, letztlich ist die neue Kindertagesstätte in Baden aber doch noch pünktlich fertig geworden. Nun wurde sie feierlich eröffnet.

Tag der offenen Tür der neuen Kita am Lahof
Seit Anfang Oktober gibt es in Baden eine neue Kita. Jetzt wurde die Eröffnung gefeiert. (Björn Hake)

Achim. An einer Fotowand im Flur hängen einige Bilder aus den vergangenen Monaten. Sie alle zeigen, wie auf dem Gelände hinter der Lahof-Halle in Baden Schritt für Schritt eine neue Kindertagesstätte entstanden ist. Einige der Fotos wurden vor gar nicht allzu langer Zeit geschossen, denn die Arbeiten an dem holzverkleideten Gebäude dauerten bis kurz vor der Eröffnung. Seit dem 2. Oktober können in der Einrichtung, die von der Lebenshilfe betrieben wird, nun insgesamt bis zu 97 Kinder betreut werden. Am Freitagmorgen wurde die Kita offiziell eingeweiht.

„Wir hatten in den vergangenen Monaten wirklich eine Flatrate auf Komplikationen“, sagte Edda Hasselhof-Kuß, Leitern der neuen Kita, bei den Feierlichkeiten. „Eigentlich hat fast nichts seinen geplanten Gang genommen.“ Arbeiten hätten sich verzögert, Material sei falsch oder gar nicht erst geliefert worden. Umso glücklicher war sie dann allerdings, dass die Einrichtung doch noch – wie anfangs geplant – Anfang Oktober an den Start gehen konnte. Und das Ergebnis der Arbeiten kann sich durchaus sehen lassen, da waren sich alle Gäste einig. „Das Gebäude ist wirklich sehr schön geworden und wir haben auch ein tolles Außengelände bekommen“, sagte Hasselhof-Kuß. „Die Kinder genießen ihre Zeit hier sichtlich.“

Fast alle Plätze belegt

Die Räume, die grün und weiß gehalten sind, bieten Platz für drei Kita- und zwei Krippengruppen. Das ist eine willkommene Entlastung für die angespannte Kinderbetreuungssituation in Achim. „Die Kita war längst fällig“, sagte auch der stellvertretende Bürgermeister Reiner Aucamp. Schon jetzt sind nahezu alle Plätze am Lahof wieder belegt. „Momentan haben wir noch Platz für vier Kinder“, erläuterte die Leiterin der Tagesstätte.

Um das Projekt zu verwirklichen, hatte die Stadt reichlich Geld in die Hand genommen. Knapp 3,2 Millionen Euro wurden in Aufbau und Ausstattung gesteckt. 850 000 Euro steuerte der Landkreis bei, 360 000 Euro das Land Niedersachsen. „Die Investition hat sich gelohnt, auch wenn uns die Entscheidung nicht leicht gefallen ist“, sagte Aucamp. Schließlich konkurriere die Finanzierung eines solchen Projektes immer auch mit vielen anderen in der Stadt. „Wir haben uns für die Kinder entschieden und das ist auch gut so“, betonte der stellvertretende Bürgermeister.

Die Lebenshilfe setzt in ihrer Einrichtung am Lahof auf ein offenes Konzept. „Die Kinder haben bei uns zwar ihre eigene Stammgruppe, aber jeder darf trotzdem auch in den anderen Gruppen spielen und sich ausleben“, erklärte Hasselhof-Kuß, die selbst schon seit 28 Jahren bei der Lebenshilfe arbeitet. Die einzelnen Räume seien in unterschiedliche Lernwerkstätten aufgeteilt. „Wir haben beispielsweise eine Theaterwerkstatt, einen Baumraum und ein Atelier.“ Auch die insgesamt 18 Mitarbeiter könnten sich so dort einbringen, wo sie ihre jeweiligen Stärken haben.

Dass das Team um Leiterin Edda Hasselhof-Kuß im wahrsten Sinne des Wortes „sturmerprobt“ ist, das haben alle bereits bewiesen. „Als die Kollegen zum 1. August eingestellt wurden, glich die Kita noch einem Rohbau“, erinnerte sich Hasselhof-Kuß. In den ersten vier Wochen sei man deshalb in einen Veranstaltungsraum der Lebenshilfe in Verden ausgewichen. Vier weitere Wochen konnten die Erzieherinnen und Erzieher – dann noch ohne Kinder – im Gebäude am Lahof arbeiten. Die Bedingungen waren allerdings auch da noch alles andere als optimal. „Zu Beginn fehlten zum Beispiel noch einige Fenster und Türen.“ Mittlerweile kann Hasselhof-Kuß darüber jedoch schmunzeln. „Es hat uns als Team auch zusammengeschweißt“, sagte sie.