„Indianerbrot“ krönt den Projekttag unter Eichen / Lebenshilfe-Kids unterwegs im Stadtwald / Kindgerechte Herangehensweise ans Thema Natur

Übernahme aus der Verdener Aller-Zeitung vom 09.11.2016 / Text und Foto Christel Niemann


Im Rahmen eines Jahresprojekts waren die Mädchen und Jungen der Wald-Kindertagesstätte der Lebenshilfe im Landkreis Verden im Verdener Stadtwald unterwegs. In Begleitung ihrer Erzieherinnen Indra Siedschlag und Dörte Wahlers sowie der Praktikanten Barbara Gumtow und Cosmo Hofheus widmeten sich die Kurzen vor allem den Eichenbäumen.

Für die ebenso wissbegierigen Kleinen war es ein eindrucksvoller und lehrreicher Vormittag unter sachkundiger Begleitung von Kerstin Kupke und Marlies Wolters; beide Absolventinnen der Heilpflanzenschule Verden. „Wir haben mit den Kindern gesungen, ihnen die im Stadtwald heimischen Eichenarten – Amerikanische Eiche und Stieleiche – gezeigt und sind auch auf deren Unterschiede eingegangen. Auch Krankheiten, die diese Bäume befallen können, wurden gezeigt. Außerdem haben die Kinder die Eichen gemalt“, nannte Kupke Beispiele der kindgerechten Herangehensweise an das Thema. Am Ende des Projekttages und zugleich als sein Höhepunkt wurde an Ort und Stelle im Wald noch aus Eicheln „Indianerbrot“ gebacken.

Verbrachten einen interessanten Tag im Stadtwald: die Kids der Lebenshifle-Waldkita mit (v.l.) Cosmo Heuhof, Kerstin Kupke, Marlies Wolters, Indra Siedschlag und Dörte Wahlers.  Foto: Niemann

Dem waren äußerst mühsame Vorbereitungen vorausgegangen, wie Indra Siedschlag berichtete. „Die Eicheln mussten gesammelt, geschält und für ein, zwei Tage in ein Wasserbad gelegt werden, damit sie ihre Gerbsäure verlieren. Erst dann konnte man sie rösten und zu Mehl mahlen.“ Doch der nussige Geschmack des Indianerbrots schien diesen vergleichsweise hohen Aufwand zu rechtfertigen: Den fanden nämlich selbst die kritischsten kleinen Feinschmecker genial